UNFASSBAR!!! – Ziel der USA ist der Krieg in Europa – Untergang EUROPAS!
Damit WIR Deutsche begreifen oder lernen oder verstehen WARUM es heißen muß AMI GO HOME hört euch an was eigentlich AMERIKA WILL und gar kein Hehl mehr daraus macht.
Keinen PaxAmericana, welcher der Welt durch amerikanische Kriegswaffen aufgezwungen wird. Nicht den Frieden der Grabesruhe oder den der Sicherheit des Sklaven.Ich spreche von echtem Frieden; jene Art von Frieden, der das Leben auf der Erde lebenswert macht; jene Art von Frieden, der es den Menschen und Nationen ermöglicht, zu wachsen und zu hoffen, um ein besseres Leben für ihre Kinder aufzubauen –nicht einfach nur Frieden für die Amerikaner, sondern Frieden für alle Männer und alle Frauen – nicht einfach nur Frieden in unserer Zeit, sondern Frieden für alle Zeiten !!!“
WIR ALLE wissen wo ist der Ursprung alles Übels das die Welt und Europa überzogen hat und in Brand gesteckt hat, das uns alle in Verderben zu führen gedenkt. Wenn wIR Völker der EU es JETZT nicht stoppen, dann haben WIR ALLE diesen ENDKRIEG UND ARMAGEDON verdient !
„Staaten haben keine Moral, sondern Interessen“. Winston Churchill
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Joseph Pulitzer (1847-1911)
„Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, attackiert sie, macht sie vor allen Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht – aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen…“
Deutschland braucht scheinbar keinen mündigen und denkfähigen , selbstbewußten Bürger.
Bernard Lewis, Emeritus der Princeton University, ist zweifelsohne ein Experte für die Ethnien Irans, der Türkei, Zentral-asiens und der arabischen Staaten. Er ist der Erfinder des geopolitischen Begriffes des sog. „Middle East“, das deckungsgleich mit dem ursprünglichen Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reiches inkl. des Balkans ist. Heute versteht man darunter gewöhnlich Südwestasien und Nordostafrika von Libyen bis Afghanistan, oft von Marokko bis Pakistan (Websters Third New International Dictionary of the English Language, Unabridged, 1993, p. 1430). Bernard Lewis, ein türkophiler Historiker und sehr umstrittener Publizist, mit Schwerpunkt Orientalistik, war zuletzt Politikberater von George W. Bush. Und weil Bernard Lewis tatsächlich ein Experte auf diesem Gebiet ist, liegt genau hierin auch die Tragödie, denn er nutzte sein Wissen als Motor der Zerstörung und Vernichtung. Bernard Lewis ist zweifelsohne einer der Väter der modernen Geopolitik und sein Werk für Orientalistik, ist die westliche Rechtfertigung für die imperialistische Beherrschung des Mittleren Ostens. Der Top-Geopolitiker unserer Zeit schlechthin, ist schon seit langem Zbigniew Brzeziński.In sein-em Werk Die einzige Weltmacht, sieht er die USA nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als einzige Super-macht und sie sollte den eurasischen Kontinent unter ihre Kontrolle bringen und dort mit den USA rivalisieren-de und aufstrebende Bestrebungen verhindern, die die Vormachtstellung der USA gefährden könnten. Der Beg-riff der Geopolitik ist ein erweiterter Begriff des alten Imperialismus aus alten Zeiten des Kolonialismus, indem nicht nur offene Gewalt zwischen Staaten, sondern auch Konfliktformen außerhalb eines offenen Gewaltaustrags, Gegenstand von strategischem Denken sind, die umgesetzt werden.
DEUTSCLAND und Völker der EU besinnt Euch, so lange es noch nicht zu spät ist.
NUR WIR können den Endkrieg verhindern.
Zbigniew Brzeziński sagte in Bezug auf die Instrumentalisierung von Islamisten in Afghanistan gegen die Sowjetunion für US-amerikanische Zwecke:
„Diese verdeckte Operation war eine hervorragende Idee. Sie bewirkte, dass die Russen in die afghanische Falle tappten […]. Am Tag, an dem die Russen offiziell die Grenze überschritten, schrieb ich Präsident Carter: Jetzt haben wir die Möglichkeit, der UdSSR ihren Vietnamkrieg zu liefern. Und tatsächlich sah sich Moskau während der folgenden 10 Jahre gezwungen, einen Krieg zu führen, den sich die Regierung nicht leisten konnte, was wiederum die Demoralisierung und schließlich den Zusammenbruch des sowjetischen Herrschaftsgebiets zur Folge hatte.“
Aber nicht nur in Afghanistan, sondern auch in den muslimischen Teilen der ehemaligen Sowjetunion, sorgten verdeckte Operationen für den Zusammenbruch der UdSSR.
Mit dem Ziel die rohstoffreichen Gebiete des Nahen Ostens auch in Zukunft zu kontrollieren, sagte Brzeziński:
„Nach fast 500 Jahren nähert sich die Phase der Dominanz des Westens in der Weltpolitik rapide dem Ende, faktisch ist diese Phase beendet. […] In wieweit, in welchem Ausmaß, ist ein anderes Thema. Die Frage ist, was passiert mit den Menschen in den turbulenten Gebieten, welche ich als östlich von Suez, westlich von China oder Indien und südlich von Russland definiert habe. Über 510 Millionen Menschen, aufgewacht und antikolonialistisch, unruhig, teils religiös mit zahlreichen ethnischen Konflikten. […] Die Herausforderung für die NATO besteht darin, Sicherheitsorgan und konstruktiver Architekt in diese geographische Richtung als Zentrum für ein neues größeres Geflecht eines Sicherheitssys-tems zu fungieren.“
Das ist die Basis für „The New World Order“ und Brzeziński lässt keinen Zweifel darüber aufkommen, dass hierfür militärische Mittel eingesetzt werden.
Historische Hintergründe
Heute ist die Welt riesigen Veränderungen ausgesetzt und wir befinden uns an einem Wendepunkt der Machtverschiebung von West nach Ost. Vor knapp 500 Jahren geriet die Welt, seit Beginn der Kolonialisierung, aus dem Gleichgewicht und schuf ein ungerechtes System der Plünderung und Versklavung, zum Vorteil eines kleinen Teiles der Weltbevölkerung. Der schwarz-afrikanische Kontinent konnte sich nie mehr von den tragischen Geschehnissen, die er in der Kolonialzeit erlitten hat, erholen.
Die Verteilung der Weltressourcen vor dem Zeitalter des Kolonialismus, waren einst gemessen an den Bevölkerungszahlen, an und für sich gerecht verteilt. 30% der Weltproduktion befand sich in den Händen Chinas, gefolgt von 20% der Weltproduktion, die sich in den Händen Indiens befand. Zur selben Zeit hatten die Europäer nur Handelsdefizite auszuweisen. Und hier entstand der Gedanke des Kolonialismus.
Indien, China, dann ganz Asien und Afrika wurden von den Kolonialisten nach und nach besetzt, um die wirtschaftlichen Defizite europäischer Staaten zu kompensieren. Die Ausgangslage der europäischen Expansion, die das Zeitalter des Kolonialismus begründete, war auch mitbestimmt von dem Bestreben, alternative Handelswege zu den von den osmanischen Herrschern kontrollierten Fernhandelsnetzen zu entwickeln. So wurden die Seewege entdeckt und geschaffen und als großer Sieger aller Kolonialisten ging am Ende Großbritannien hervor, das bis zum I. Weltkrieg die Seewege dieser Welt, die zu den orientalischen Kostbarkeiten, die in Europa so begehrt waren führten, vorrangig kontrollierte. Ein durchgreifendes europäisches Missionsbewusstsein, gegenüber den anderen etablierten Kulturräumen der Welt setzte sich aber erst in der Ära der transatlantischen Revolutionen im späten 18. Jahrhundert durch, als „der Westen“ ein ganz neues Zeitalter der „Freiheit und Gleichheit“ einzuläuten begann und dies mit der wirtschaftlichen Dynamik der in Gang kommenden industriellen Revolution verband, die neben Europa auch Nordamerika erfasste. Die Grundelemente kolo-nialistischen Denkens „in der reifen Spätform“ benenntOsterhammel wie folgt: 1. die Vorstellung von unver-söhnlicher Fremdheit bzw. „Andersartigkeit“ in Verbindung mit einem Verhältnis der Über- und Unterlegenheit; 2. den Sendungs-glauben in Verbindung mit der Vormundschaftspflicht; 3. die Utopie der politikfreien kolonialen Verwaltung.
Die unterstellte, völlig geisteskranke, anthropologisch herbeigeredete Differenz zwischen ihnen und dem Rest der Welt, diente zur Begründung einer Vormundschaftspflicht der Europäer bzw. der „Weißen Rasse“ als die höher stehende Zivili-sation und die wechselseitige Ergänzung beider Seiten wurde propagiert. Doch das schloss die seit dem späten 19. Jahr-hundert verbreitete Auffassung ein, der „entwickelte“ Westen habe nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, die natürlichen Ressourcen jener Länder zu erschließen und zu stehlen; da die Einheimischen dazu nicht in der Lage seien, würden Europäer und Amerikaner, indem sie das übernähmen, nicht nur sich, sondern der ganzen Menschheit einen Dienst erweisen.
Franz Ansprenger bezeichnete in seinem Werk Auflösung der Kolonialreiche es„als ein trauriges Kapitel der menschlichen Geschichte“, resümierend über Europas Kolonialherrschaft und Imperialismus, hauptsächlich wegen des Zustandes der Armut und Verkommenheit, in den Europa den Rest der Menschheit in diesen Jahrhunderten gedrückt habe und der mit dem Begriff Unterentwicklung noch beschönigt werde. Immerhin sei als positives Ferment im Imperialismus die Einheit der Erde enthalten, die Vereinheitlichung der Menschheit zu einer globalen Gesellschaft. So gesehen stelle sich nun die Frage, ob diese globale Gesellschaft sich mit einem menschlicheren Gesicht gestalten lasse.
Die Menschen in Deutschland haben die Amerikanische Herrschaft und Anwesendheit in Europa satt! Ami Go Home !
Die Skrupellosigkeit, während des Kolonialismus ging soweit, dass, als China sich weigerte das Opium der Briten zu importieren, das seine Jugend vernichten würde, 1839 China den ersten Opiumkrieg führen musste und gezwungen wurde den Import von Opium zu dulden. Auch andere Nationen wurden von den Kolonialisten Zerstörungen und Kriegen ausgesetzt, um die westliche Hegemonie zu sichern. In Indien verwandelten die Briten die Reisfelder in Opiumplantagen, um das britische Handelsdefizit auszugleichen. Man kann sicher ohne Zweifel behaupten, dass die Briten in der Kolonialzeit die Ausgeburt der Hölle waren. Schon damals, genau wie heute, beherrschten die Finanzeliten das geopolitische Geschehen und entschieden über Krieg und Frieden und das Schicksal ganzer Völker, so, auch die Ost Indian Company und andere europäische Handelsgesellschaften.
Nach dem II. Weltkrieg änderten sich die Machtstrukturen und die geerbte geopolitische Situation aus dem Zeitalter des Kolonialismus. Deutschland hatte als aufstrebende Kontinentalmacht den II. Weltkrieg verloren und alle europäischen Länder waren geschwächt, auch Großbritannien. Die großen Sieger des II. Weltkrieges waren die USA und von nun an übernahmen sie im Wesentlichen die Rolle der Briten und teilten sich die Macht über die Welt mit der UdSSR, die aber in geopolitischer Hinsicht eher Waisenknaben waren. Vor 60 Jahren begannen dann die ausgebeuteten Nationen sich von der kolonialen Bevormundung der Europäer zu befreien, deren führende Rolle bis dahin Großbritannien spielte, und es entstanden neue unabhängige Mächte in Asien, Afrika und Südamerika, die nun ihre Potentiale für die Entwicklung ihrer Länder nutzen wollten.
Heute produzieren allein China, Indien, Russland und Brasilien, Güter im Wert von mehr als 25 Trilliarden USD, soviel, wie Europa und die USA zusammen. Seit 2013 ist China auf Platz 1 zur größten Wirtschaftsmacht der Welt aufgestiegen. Die USA belegt Platz 2, gefolgt von Indien auf Platz 3 und Japan auf Platz 4. Drei der vier größten Wirtschaftsnationen der Welt liegen heute auf dem asiatischen Kontinent. Noch vor Ende dieses Jahrzehnts, werden 60% der Weltproduktion allein in Asien liegen. Die Euro-Atlantische Produktion wird dabei bis Ende dieses Jahrzehnts von einst 60% auf 25% der Weltproduktion schrumpfen.
Die neue Verteilung der Reichtümer auf der Welt und die damit verbundenen Opfer für die Euro-Atlantische Achse, sichtbar, in einem sinkenden Lebensstandard, nehmen die Finanzeliten, die letztlich verantwortlich für die Politik und den eingesetzten kriminellen Instrumenten und Mitteln in den USA und Europa sind, nicht ohne weiteres hin. Ihr Ziel ist die absolute Kontrolle über jedes Individuum der Welt, die absolute Kontrolle über alle Waren- und Geldströme. Sie bestimmen, wer in welchem Land regiert und ihre Interessen vertreten und nicht jene Völker, die ihrer Souveränität beraubt wurden im Namen von Demokratie und Freiheit, und dafür gibt es viele bewiesene Beispiele. Territoriale Souve-ränität wurde abgeschafft, bis auf ein paar Oasen auf diesem Planeten, wie Iran, Russland und China, die auf der Kriegs-liste der Euro-Atlantischen Achse des Bösen stehen. Sie die Euro-Atlantiker beuten ihre eigenen Völker aus, belügen sie nach Strich und Faden und unterziehen sie einer Gehirnwäsche, derer sich nur noch wenige entziehen können. Sie bedienen sich dabei krimineller Mittel, sie sind bereit in einem III. Weltkrieg Millionen von Opfern weltweit zu pro-duzieren und die ganze Welt in den Abgrund zu stürzen, um die Macht festzuhalten unter dem Deckmantel von Freiheit und Demokratie, und ich frage mich, ob diese Leute jemals verstanden haben, was Freiheit überhaupt ist. Daraus und nur daraus resultieren die geostrategischen Überlegungen krimineller US-Berater in den USA und die Umsetzung dieser kranken Ideen durch Geheimdienste und Special Operation Forces in Zusammenarbeit mit ihren europäischen Kompli-zen . Die Hintermänner sind der wahre Feind der Menschheit und zum Ende des 1. Teils darf ich den ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy – Gottes Heil und Segen auf ihm – aus einer Ansprache aus dem Jahr 1961 zitieren, denn er hat unseren gemeinsamen Feind charakterisiert und erteilte allen Geheimoperationen eine Absage, das ihm möglicher-weise das Leben kostete. Die Akten über Kennedys Ermordung bleiben bis 2017 unter Verschluss.
„[…] Überall in der Welt stellt sich uns eine monolithische und rücksichtslose Verschwörung entgegen, die sich vor allem auf versteckte Mittel für den Ausbau ihrer Einflusssphäre verlässt – auf Infiltration statt Invasion, heimliche Umstürze statt Wahlen, Einschüchterung statt Wahlfreiheit, Guerillas in der Nacht statt Armeen am Tage. Es ist ein System, welches gewaltige menschliche und materielle Ressourcen einsetzt, um eine engmaschige und effiziente Maschinerie aufzubauen, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Vorbereitungen sind verdeckt und werden nicht veröffentlicht, ihre Fehlschläge werden begraben und nicht verkündet, ihre Dissidenten werden mundtot gemacht und nicht gelobt, keine Ausgabe wird in Frage gestellt.
Welche Art von Frieden suchen wir? Keinen Pax Americana, welcher der Welt durch amerikanische Kriegswaffen aufgezwungen wird. Nicht den Frieden der Grabesruhe oder den der Sicherheit des Sklaven. Ich spreche von echtem Frieden; jene Art von Frieden, der das Leben auf der Erde lebenswert macht; jene Art von Frieden, der es den Menschen und Nationen ermöglicht, zu wachsen und zu hoffen, um ein besseres Leben für ihre Kinder aufzubauen – nicht einfach nur Frieden für die Amerikaner, sondern Frieden für alle Männer und alle Frauen – nicht einfach nur Frieden in unserer Zeit, sondern Frieden für alle Zeiten […].“
Die Durchsetzung politischer Ziele mit allen Mitteln
Zur Durchsetzung politischer und ökonomischer Ziele stehen den USA eine ganze Reihe von Mitteln, ja sogar eine ganze Maschinerie, bestehend aus Legionen von Menschen, Überwachungstechnologien und enorme Finanzmittel zur Verfügung. Die direkte militärische Konfrontation, als zwischenstaatlicher Konflikt, ist nur ein Mittel von vielen zur Erlangung der Weltherrschaft, zur Sicherung von Ressourcen, Schaffung geographischer Pipelinekorridore zur Energiesicherung und Beherrschung der globalen Märkte. Weltweit arbeiten heute Special Operation Forces, Geheimdienste, Top-Generäle, Propagandainstrumente, Geostrategen, Denk-Fabriken und auch Privatunternehmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und mit illegalen Mitteln, bezahlt von Steuergeldern an Projekten zur Durchsetzung ihrer Ziele. Dahinter stehen die eigentlichen Auftraggeber, sie sitzen in der Wall-Street, in den Ölkonzernen oder Großbanken. Sie bestimmen in erheblichen Maße mit, wer in den USA Präsident wird und daher ist der US-Präsident letztendlich nichts weiter, als eine Marionette der Finanzeliten, die mit Steuergeldern ihre offenen und verdeckten Operationen, ausgeführt von x Spezialeinheiten und Organisationen, zur Durchsetzung des New World Order, bezahlen lassen. Das Ziel dieser Finanzelite ist es, noch mehr Geld anzuhäufen, obwohl sie mehr Finanzmittel besitzen, als ganze Volkswirtschaften. John Lockes Finanztheorie legte den Grundstein eines pervertierten Verhaltensmusters von unstillbarer Gier nach Macht und Raffsucht, von wenigen in dieser Welt, da Geld nicht verdirbt und man sich davon so viel aneignen darf, wie man will und kann. Faktisch darf man „unendlichen“ Reichtum anhäufen, da Geld nicht verdirbt. Und weil wirtschaftliche Macht stets mit politischer Macht einhergeht, ist ein solches System für den Menschen unbrauchbar. Denn es macht die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer. Der Vater des britischen Liberalismus hat damit ein Problem für die Menschheit geschaffen, denn seine Wirtschaftstheorien versklaven die Menschen, sind wider der Natur und damit auf Dauer unbrauchbar und werden eines Tages in einer Weltrevolution enden.
Um die Welt auszubeuten, müssen die Finanzeliten die Regierungen derjenigen Regionen und Systeme der Welt bestimmen, die sie ausbeuten wollen, und dies geschieht durch den Einsatz von sehr viel Geld, Gewalt, Wahlmanipulation, subversive Aktivitäten bis hin zum Regierungssturz in verschiedenen Ländern, oder das Schaffen von Krisenherden durch Destabilisierung, False Flag Operationen als Terroranschläge und Kriege auf der ganzen Welt. Dabei bringen sie die Vasallenstaaten in große Abhängigkeit, machen sie zu Komplizen und auch erpressbar und so mutierte die NATO zu einer der größten Terrororganisationen der Welt. Zu dieser Art der Kriegsführung, gehören nicht nur etwa verdeckte Einsätze, sondern auch ein sog.Information-warefare, ein Informationskrieg, und damit auch die Manipulation von Bevölkerungen durch bewusste Falschinformation oder Teilinformation, die zur Desinformation führen sollen, um Kriegseinsätze, Terror und Völkermord in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen und Bevölkerungsmehrheiten dafür zu gewinnen. Nennen wir es einfach Gehirnwäsche. Terroranschläge der USA und der NATO sind nie gegen die Opfer an sich gerichtet, sie sind immer gegen die Menschheit gerichtet, um letztlich einen gläsernen Menschen zu schaffen, Rechte zu beschneiden und die absolute Kontrolle zu rechtfertigen. Es ist die Taktik dieses Systems, die den Menschen zum Hörigen macht, der im Glauben frei zu sein, seine eigene Unterdrückung wie besessen verteidigt.
Bekannt gewordene verdeckte Operationen, Terroranschläge, Unterstützung extremistischer Bewegungen, Angriffskriege, Regierungsumstürze der US-Regierungen von 1953 – 1972
1953, Schauplatz Iran: Operation Ajax
Obwohl Irans Ex-Premierminister Dr. Mohammad Mossadeq sicher eine umstrittene Figur der iranischen Politik der 1940iger und 1950iger Jahre darstellt und er entgegen den kursierenden Behauptungen, kein demokratisch gewählter Ministerpräsident war, stürzte er, durch Intervention der Geheimdienste Großbritanniens (MI6) und den USA (CIA). Die iranische Mashrute-Verfassung der konstitutionellen Revolution sah keine freien Wahlen des Ministerpräsidenten vor, sondern eine Ernennung und Absetzungsbefugnis des Ministerpräsidenten durch den Shah.
Kermit Roosevelt jun. plante im Jahr 1953 den Sturz, des vom Shah ernannten Premierminister Mossadeq, weil er die Verstaatlichung des Erdöls mit großer Vehemenz forcierte und durchsetzte. Roosevelt jun. schrieb im Jahr 1979 ein Buch darüber mit dem Titel: Countercoup: The Struggle for the Control of Iran. Er gab in seinem Buch zu, dass dem Sturz Mossadeqs, die gewaltsame Destabilisierung Irans vorausgegangen war und die CIA Terroranschläge in Form von Sprengstoffanschlägen, bei denen viele Bürger Teherans starben, durchführte, um diese später den iranischen Kommunisten anzulasten und das Land zu destabilisieren. Die Intervention wurde am 01. Juli 1953 von US-Präsident Eisenhower und dem britischen Premierminister Churchill genehmigt. Während Mossadqs Regierungszeit war Teheran daher nichts weiter, als ein Ort radikaler Umtriebe und des Terrors gegen seine Bürger; organisiert nicht von Mossadeqs Anhängern und auch nicht von der kommunistischen Tudeh Partei Irans,sondern vom amerikanischen Geheimdienst CIA, im Auftrag der US-Regierung, und letztlich der Anglo Iranian Oil Company, dem größten und reichsten britischen Konzern außerhalb Großbritanniens, später BP. Und das ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine bewiesene Tatsache, die jeder heute nachlesen kann. Der Plan basierte auf einer Zusammenarbeit mit prominenten
Geistlichen Irans, der Unterstützung von Teilen der iranischen Armee und einer Mehrheit der Abgeordneten des iranischen Parlaments, sowie des nicht informierten Shahs und am Ende auch großen Teilen der Bevölkerung, da das Land wegen den britischen Sanktionen vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch stand und im Terror und Chaos versank. Roosevelt hatte klare Anweisungen. Er sollte dem Shah mitteilen,„wenn er nicht kooperiere, seine Dynastie bald am Ende sein werde. Die Vereinigten Staaten und Großbritannien hätten ihn in der Vergangenheit, trotz einiger Missverständnisse, unterstützt und würden ihn auch in Zukunft unterstützen. Wenn er allerdings jetzt nicht handle, würde diese Unterstützung beendet.“Die CIA schrieb in ihren Unterlagen, dass sie auch das Haus eines prominenten Geistlichen in Iran bombardierten und es ebenso den Kommunisten anlasteten. Durch all diese terroristischen Aktivitäten wurde das ganze Land gewaltsam destabilisiert und Mossadeq als Premierminister gestürzt. Die USA und Großbritannien hatten sich in inner-iranische Angelegenheiten eingemischt und bestimmt, wer in Iran regieren soll im Interesse der Ölkonzerne in den USA, die verhindern wollten, dass die Verstaatlichung des Erdöls “Schule” in den Nachbarländern macht, wo sie genau wie die Anglo Iranian Oil Company Rohöl ausbeuteten und um ihre Erträge bangten. Im Jahre 2000 entschuldigte sich die damalige US-Außenministerin Madeleine Albright bei den Iranern für die Operation Ajax. Im Jahr 2013 gab die CIA die geheimen Unterlagen über die Operation Ajax für die Öffentlichkeit frei.
Mit dem Scheitern der US-Invasion in der Schweinebucht in Kuba, zum Sturz Fidel Castros und der offensichtlich gewordenen Beteiligung von CIA-Agenten im Zusammenhang mit einer organisierten Armee aus Exilkubanern, suchte die US-Regierung unter J.F Kennedy nach subtileren Operationsmöglichkeiten gegen Kuba. Die Operation Northwoods galt als ein Entwurf, der die Weltöffentlichkeit von der Gefährlichkeit des Castro-Regimes überzeugen sollte, er sollte die Welt täuschen, dabei wäre die Welt beinahe in einen Atomkrieg mit der UdSSR geraten.
James Bamford beschreibt kurz nach der Veröffentlichung der Dokumente des CIA den Inhalt wie folgt: „Geheimen und lange unter Verschluss gehaltenen Dokumenten zufolge […] machte und verabschiedete der Vereinigte Generalstab Pläne, die vielleicht die schlimmsten waren, die je von einer US-amerikanischen Regierungsinstanz produziert worden sind. Im Namen des Antikommunismus schlugen die US-Militärs einen geheimen und blutigen Terrorkrieg gegen ihr eigenes Land vor, um die amerikanische Öffentlichkeit für den irrwitzigen Krieg zu gewinnen, den sie gegen Kuba führen wollten.“Diese Leute waren also bereit, US-amerikanische Staatsbürger durch eigenen Terror zu ermorden, um einen Kriegsgrund gegen Kuba zu konstruieren! Die selbe Taktik werden wir später bei 9/11 noch einmal vorfinden. Einige Empfehlungen der Operation Northwoods sind auf wikipedia wie folgt nachzulesen:
„Verbreitung von Gerüchten über Kuba durch geheime Radiosender; Anschläge gegen kubanische Flüchtlinge in den USA, für die man Castro verantwortlich machen wollte; Versenkung eines amerikanischen Schiffes in der Bucht von Guantánamo; Zerstörung einer amerikanischen Militärbasis oder eines amerikanischen Flugzeuges, anschließende Beschuldigung kubanischer Truppen; Störung des zivilen Luftverkehrs, Angriffe auf Schiffe und Zerstörung eines US-Militärflugzeuges durch Flugzeuge vom Typ MiG; Zerstörung eines angeblich mit ferienreisenden Studenten gefüllten Passagierflugzeuges; Inszenierung einer Terroraktion mittels des tatsächlichen oder simulierten Versenkens kubanischer Flüchtlinge; Inszenierung von kommunistischen kubanischen Terroraktionen im Bereich Miami und in anderen Städten Floridas sowie in Washington; Angriff und Abschuss einer zivilen Chartermaschine durch ein kubanisches Flugzeug. Für den Angriff und Abschuss einer zivilen Chartermaschine sah man vor, ein genaues Duplikat eines tatsächlich registrierten Zivilflugzeuges der CIA anzufertigen. Vorgesehen war hierfür der Luftwaffenstützpunkt Eglin. Das Duplikat sollte durch ein Rendezvous beider Flugzeuge südlich von Florida ausgetauscht werden. Zuvor haben bereits Passagiere mit falschem Namen das tatsächlich registrierte Flugzeug betreten und fliegen auf Minimalhöhe zum vorgesehenen Luftwaffenstützpunkt Eglin zurück. Das Duplikat sollte als Drohne weiter Richtung Kuba fliegen und mit dem Notsignal „Mayday“ einen Angriff durch ein kubanisches Kampfflugzeug simulieren. Indem das Signal aufgefangen und der International Civil Aviation Organization gemeldet wird, würde der Vorfall von ganz allein genug Aufsehen erregen, ohne großes Zutun der US-Regierung. US-Präsident John F. Kennedy lehnte diese Art von Operation ab, daher blieb sie auch ohne größere Folgen, außer, dass er selbst wenig später im Jahre 1963 in Dallas Texas erschossen wurde. Der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser argumentiert in diesem Zusammenhang, “Operation Northwoods liefere den auch für 2001 relevanten Beleg, dass weder die Planung von inszenierten Terroranschlägen gegen das eigene Land durch US-Regierungsbehörden, noch die erfolgreiche Geheimhaltung solcher Pläne als abwegig auszuschließen seien.“”
1964, Schauplatz Vietnam: Tonkin Zwischenfall
Die Ereignisse vom 2. und 4. August 1964 im Golf von Tonkin vor der Küste Nordvietnams werden als Tonkin-Zwischenfall bezeichnet. Dabei sollen nach Angaben der US Navy nordvietnamesische Schnellboote zwei US-amerikanische Kriegsschiffe mehrmals ohne Anlass beschossen haben. Damit begründete die US-Regierung unter Präsident Lyndon B. Johnson ihre Tonkin-Resolution: Sie forderte das direkte Eingreifen der USA in den seit 1956 andauernden Krieg zwischen Nord – und Südvietnam und legalisierte nach ihrer Annahme im US-Kongress von 1965 bis 1973 alle Kriegsmaßnahmen und einen Völkermord an den Vietnamesen durch die USA.
Seit den 1960er Jahren waren diese Vorfälle umstritten. Der zweite angebliche Angriff der Vietnamesen vom 4. August gilt heute historisch als widerlegt. Die Pentagon-Papiere aus dem Jahre 1971 und die 1995 verfassten Memoiren von Robert McNamarabelegen, dass die US-Regierung die Vorfälle durch bewusste Falschdarstellung zum Durchsetzen ihres seit 1963 geplanten direkten Kriegseintritts benutzte. 1971 gab der Pentagon-Mitarbeiter Daniel Ellsberg die von ihm mitverfassten Pentagon-Papiere an US-Medien weiter und deckte durch sie die amtliche Darstellung des Zwischenfalls als bewusste Falschinformation auf. Er trug damit zur Rücknahme der Tonkin-Resolution im US-Kongress bei, löste aber auch die illegale Überwachung von Vertretern der Demokratischen Partei und in deren Folge die Watergate-Affäre aus. Am 30. November 2005 vom US-Geheimdienst NSA freigegebene Dokumente bestätigten nochmals, dass der an US-Präsident Johnson gemeldete Angriff Nordvietnams durch einseitige Auswahl von Funkmeldungen suggeriert, also gezielt vorgetäuscht worden war.
Diese Lüge kostete 4 Mio Vietnamesen das Leben, mehr als 55.000 amerikanische Soldaten waren gefallen, 153.000 amerikanische Soldaten wurden schwer verwundet. Die kriegsbedingte Bevölkerungsstruktur, soziale Umwälzungen, Verwüstungen, Kriegsverletzungen, Traumatisierungen und Folgekrankheiten verkürzten Millionen Vietnamesen die Lebenserwartung. Bei Kriegsende 1975 hatte Südvietnam eine Million Kriegswitwen, 875.000 Waisenkinder, 200.000 Behinderte und 200.000 Prostituierte.
Hinzu kommen die Folgen interner Vertreibungen und Fluchtwellen. Die Amerikaner hinterließen nicht nur ein zerstörtes Land sondern wie auch später in Irak, Afghanistan und Libyen ein reines Chaos. In Laos flohen zwischen 1960 und 1970 bis zu 700.000 Menschen, 40% davon Angehörige der Meos, vor den Bombenangriffen der US-Air Force. Mindestens 40.000 starben durch Kämpfe, weitere 100.000 durch Hunger und Krankheiten während des Krieges. Die US Air Force hatte von 1965 bis 1971 etwa 7 Mio. Tonnen Bomben auf Vietnam abgeworfen, fast die dreifache Menge wie im gesamten Zweiten Weltkrieg. 21 Millionen Bombenkrater zeugen davon; manche Regionen Vietnams sind so dicht übersät damit, dass sie einer Mondlandschaft gleichen. 3,5 Millionen Landminen und etwa 300.000 Tonnen nicht explodierter Kriegsmunition befinden sich noch immer im Boden Vietnams. Dioxinhaltige Herbizide, richteten langfristige Umweltschäden an. Die versprühte Menge entspricht 400 kg reinem Dioxin. Sie traf geschätzte 3,3 Millionen Hektar Wald, kontaminierte 3000
vietnamesische Dörfer und vergiftete geschätzte 24.000 Quadratkilometer für immer, das entspricht 1/7 der Gesamtfläche Südvietnams, einst fruchtbare Ländereien und Wälder. Zudem wurden etwa 3000 km² Südvietnams mit Bulldozern eingeebnet. 2007 litten eine Million Erwachsene und 150.000 Kinder in Vietnam an Krebskrankheiten, psychischen und genetischen Schäden. Da Dioxine und die Erbgutschäden persistent sind, werden sie noch viele weitere Generationen betreffen. Von Monsanto in Auftrag gegebene Studien, die einen Zusammenhang zwischen Kontamination mit dioxinhaltigen Herbiziden und den Krebserkrankungen stehen, wurden von den USA bestritten und erwiesen sich 1986 als methodisch gefälscht. Dasselbe erleben wir heute in Serbien, Irak und Afghanistan, hinsichtlich der genetischen Schäden und hohen Krebsraten durch den Einsatz von Uranmantelgeschossen.
1972 Schauplatz Italien: Operation Gladio
Die Geheimarmee Gladio hat die Regierungsteilnahme der KPI in Italien zu verhindern versucht und hat zwischen 1969 und 1985 viele Terroranschläge verübt. Dies war ein weiterer Höhepunkt der in den 1950er Jahren begonnenen verdeckten OperationDemagnetize der CIA. Behörden verfolgten und diffamierten daraufhin linksradikale Personen und Gruppen als Verantwortliche,indem Beweismittel gefälscht wurden. Die Empörung der Öffentlichkeit darüber sollte die in Italien traditionell starke Kommunistische Partei schwächen. Gladio wird die Mitwirkung an vier Bombenexplosionen in Mailand und Rom, darunter dem Bombenanschlag auf der Piazza Fontana (17 Tote) im Dezember 1969 und dem Anschlag von Bologna 1980 (85 Tote) zugewiesen.
1984 untersuchte der UntersuchungsrichterFelice Casson ein Bombenattentat von 1972 mit drei toten Carabinieri, deren Täter nicht ermittelt worden waren. Er fand viele Unstimmigkeiten in den früheren Untersuchungsergebnissen, die auf gezielte Manipulation und Beweisfälschung hindeuteten. Vincenzo Vinciguerra ein Ordine Nuovo-Angehöriger, legte ein umfangreiches Geständnis ab. Er sagte aus, „er sei von Personen aus dem Staatsapparat gedeckt worden und dass das Attentat Teil einer umfassenden Strategie gewesen war.“Ferner sagte er im Prozess aus: „Man musste Zivilisten angreifen, Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg vom politischen Spiel waren. Der Grund dafür war einfach. Die Anschläge sollten das italienische Volk dazu bringen, den Staat um größere Sicherheit zu bitten. […] Diese politische Logik liegt all den Massakern und Terroranschlägen zu Grunde, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich ja nicht selber verurteilen kann.“Dieses Vorgehen bezeichnete er später als Strategie der Spannung. Casson ermittelte daraufhin weiter und fand heraus, dass Mitarbeiter des SISMI, des Vorgängers SID, Neofaschisten und Gladio-Angehörige zwischen 1960 und 1980 viele politisch motivierte Terroranschläge und Morde in Italien begangen hatten. Dabei hatte ein informelles Netzwerk von Personen in staatlichen Stellen durch Verbreitung von Falschinformationen und Fälschung von Beweisen dafür gesorgt, dass die Verbrechen linksextremen Gruppierungen zugeordnet wurden, vor allem den Roten Brigaden.
Vinciguerra sagte 1990 dem Guardian: „Der Weg des Terrors wurde von getarnt agierenden Personen verfolgt, die zum Sicherheitsapparat gehörten, oder die durch Weisung oder Zusammenarbeit mit dem Staatsapparat verbunden waren. Jede einzelne der Gewalttaten nach 1969 passte genau in ein einheitliches, organisiertes Schema […] Die Avanguardia Nazionale wurde ebenso wie die Ordine Nuovo für einen Kampf mobilisiert, der Teil einer antikommunistischen Strategie war. Diese entstammte nicht etwa staatsfernen Institutionen, sondern dem Staatsapparat selbst, genauer dem Bereich der Verbindungen des Staats zur NATO.“
Die Untersuchungskommission Terrorismus und Massaker (1994–2000) des
italienischen Senats stellte fest:„Diese Massaker wurden organisiert oder unterstützt von Personen in Institutionen des italienischen Staates und von Männern, die mit dem amerikanischen Geheimdienst in Verbindung standen.“ Der italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti bestätigte am 3. August 1990 auf eine Parlamentsanfrage hin die Existenz einer „Operation Gladio” des SISMI. Er gab an,dass Gladio auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern existiere und operiere, dahinter stünden der amerikanische Geheimdienst CIA und der britische Geheimdienst MI6. Im Oktober 1990 wurden Briefe des von den Roten Brigaden entführten und ermordeten Politikers Aldo Moro bekannt. Unter diesem Druck sagte Andreotti aus, „dass die Operation Gladio“, entgegen seinen ursprünglichen Aussagen, „noch bis in die späten 1970er Jahre gelaufen und die NATO maßgeblich an der illegalen Operation beteiligt gewesen sei.“
Am 5. November 1990 erklärte der NATO-Sprecher Jean Marcotta, dass „die NATO niemals einen Guerillakrieg oder Geheimaktionen in Betracht gezogen hat.“Einen Tag später bezeichnete ein anderer NATO-Sprecher dies als inkorrekt. Die Journalisten erhielten ein kurzes Kommuniqué, das besagte, dass die NATO sich grundsätzlich nicht zu geheimen militärischen Angelegenheiten äußere und Marcotta gar nichts hätte sagen sollen. Damit stand damals schon fest, dass die NATO eine Terrororganisation ist.
Daniel Ganser schrieb: „Die Stay-behind-Armeen waren dem Volk, dem Parlament und den meisten Regierungsmitgliedern unbekannt und bildeten in ganz Westeuropa ein unsichtbares, koordiniertes, geheimes Sicherheitsnetz. In einigen Ländern, aber nicht in allen, mutierten die Sicherheitsnetze jedoch auch zu Terrorzellen. […] Washington, London und der italienische militärische Geheimdienst befürchteten, dass der Einzug der Kommunisten in die [italienische] Regierung die Nato von innen heraus schwächen könnte. Um dies zu verhindern, wurde das Volk manipuliert: Rechtsextreme Terroristen führten Anschläge aus, diese wurden durch gefälschte Spuren dem politischen Gegner angelastet, worauf das Volk selber nach mehr Polizei, weniger Freiheitsrechten und mehr Überwachung durch die Nachrichtendienste verlangte.“
Im Dezember 1990 gab die Bundesregierung in einer Pressemitteilung bekannt, dass der deutsche Zweig im April 1991 vollständig aufgelöst werden solle. Es ist bis heute nicht bekannt, ob Gladio nach dem Ende des Kalten Krieges vollständig eingestellt wurde und was mit der gelagerten Ausrüstung passiert ist.
Kriege basierten schon immer auf Lügen, ebenso die Beherrschung der Menschen durch Religionen und Ideologien und Lügen. Mit einer Lüge kann man nach vorne marschieren, aber niemals zurück
WER und WANN wurde das Deutsche Volk den Einsatz von Drohnen vom Deutschen Boden zugestimmt !??
Bekannt gewordene verdeckte Operationen, Terroranschläge, Unterstützung extremistischer Bewegungen, Angriffskriege, Regierungsumstürze durch US-Regierungen von 1978 – 1979
1979 Schauplatz Iran: Die Islamische Revolution in Iran
Wer waren die Protagonisten und Hintermänner der 1978ger Verschwörung gegen Iran?Warum hatte die UN keine Beachtung dem teuflischen Plan der Konferenz von Guadeloupe geschenkt, indem es vor allem darum ging, ob man den Schah weiter unterstützt oder ob Ayatollah Khomeini und die Islamisten vorteilhafter für den Westen wären? Die Konferenz wurde als informelles Treffen nach dem G7-Gipfel in Bonn von 1978 und zur Vorbereitung des G7-Gipfels in Tokio im Juli 1979 deklariert, um Fragen der internationalen Sicherheit und der Sicherung der Energieversorgung zu diskutieren. Mir Ali Asghar Montazam fasste die Ergebnisse der Konferenz in seinem Buch The Life and the Times of Ayatollah Khomeini wie folgt zusammen:
„Die Konferenz von Guadeloupe […] war die willkommene Gelegenheit für Carter, sich mit den drei wichtigsten europäischen Politikern darüber einig zu werden, den Schah fallen zu lassen […] alles, was die Alliierten benötigten, war iranisches Öl und Stabilität in der Region […] Als General Robert Huyser ohne weitere Ankündigung in spezieller Mission in Teheran eintraf, repräsentierte er die gesamte westliche Allianz, nicht nur die USA. Die Kommandeure der iranischen Streitkräfte stimmten ihrem Verbleib in Iran trotz des Exils des Schahs erst zu, als Huyser ihnen die Gesprächsprotokolle der Konferenz von Guadeloupe zeigte.“Aber zeigte er der iranischen Generalität wirklich alles? Warum hatte Kurt Waldheim, der damalige UN-Generalsekretär diesen Plan verschwiegen? Warum verließen die japanischen und kanadischen Premierminister aus Protest die Sitzung in Guadeloupe, deren Gastgeber Frankreich war. Zu dieser Sitzung waren natürlich auch die USA, Großbritannien und Deutschland eingeladen. US-Präsident Jimmy Carter hatte mit seiner Entscheidung, den Schah nicht weiter zu unterstützen, die in Guadeloupe versammelten Staatschefs vor vollendete Tatsachen gestellt. Der französische Präsident Valéry Giscard d’Estaing war zu der Konferenz mit einer völlig anderen Einschätzung als Präsident Carter angereist, die USA hatten entschieden, den islamistischen Mullahs zum Sieg zu verhelfen. Eine militärische Intervention zur Erzielung der Absichten des Westens kam nicht in Frage, denn der sowjetisch-iranische Freundschaftsvertrag von 1921 räumte der Sowjetunion das Recht zu einer bewaffneten Intervention für den Fall ein, dass dritte Mächte intervenierten. Dobrynin machte damals deutlich, dass für die Sowjetunion der Iran als ein Nachbarland gelte. Aus diesem Grund habe die Sowjetunion ein besonderes Interesse an der Entwicklung in Iran. Ein militärisches Eingreifen des Westens in Iran hätte ernste Konsequenzen bis hin zu einer militärischen Intervention der Sowjetunion nach sich gezogen.
Im Jahr 1960, als Mohammad Rezâ Šâh Pahlavi den Gründungsstein der Reformen in Iran unter der „Weißen Revolution“ [Enqelâbe Šâho Mellat] gelegt hatte, um das Land zu entwickeln, und maßgeblich an der Gründung der OPEC beteiligt war, um mit anderen erdölproduzierenden Ländern angemessene Preise für den Export des Rohstoffes zu erzielen, um mit dem Erlös Iran zu industrialisieren, veranstaltete der alte Feind England, zeitgleich in Cambridge ein Meeting einer Kommission, bestehend aus Lehrprofessoren der Universitäten Cambridge und Oxford, die alle Experten des Mittleren Ostens, besonders des Iran waren. Das Ziel dieser Kommission war es, Wege zu finden zu verhindern, dass Iran und die Dritte Welt im Allgemeinen sich zu konkurrierenden Industriestaaten entwickeln.
Obwohl dieser Plan ein geheimes Projekt war, wurde dieser Plan von Newsweek in den USA enthüllt und schon damals veröffentlicht, und bis heute sind wir Zeugen, wie jeder Punkt, einer nach dem anderen umgesetzt wird – auch der Plan für Europa. Somit war die Verschwörung von 1978 und der Aufstieg Khomeinis in Iran einer dieser Punkte. In Guadeloupe im Jahr 1979 beschlossen die Briten und die USA mit der Beteiligung Frankreichs und Deutschland den Kontakt zu Khomeini in Nadschaf / Irak, aufzunehmen und ihn von dort nach Paris zu bringen. Über diese Kontaktaufnahme berichtete schon das amerikanische Magazin Executive.
Hier sind einige wenige Passagen aus den Ausgaben vom 13. und 19. November 1979:„[…] Die Ereignisse der letzten Woche, in der Iran die Welt in Angst und Bange hielt [am 4. November 1979 wurde die US-amerikanische Botschaft in Iran von den muslimischen Studenten, den Jüngern Khomeinis besetzt], waren nicht das Handwerk von ein paar unkontrollierten Mullahs, Studenten und hysterischer Bevölkerung, sondern das Handwerk der Muslimbruderschaft, die heute Khomeini und seinen Revolutionsrat kontrolliert. Die Muslimbruderschaft ist selbst eine Marionette in den Händen des englischen SIS (MI6) und dem amerikanischen CIA. All das wurde durch Brzeziński und Cyrus Vance überwacht.“ Newsweek hatte Dokumente und Beweise, die sehr glaubwürdig waren und die Enthüllung untermauerten. Weiter wurde berichtet, dass in der Konferenz in Guadeloupe der japanische und kanadische Premierminister die Sitzung sofort verlassen hatten, nachdem sie von einer Verschwörung gegen den Schah und allen anderen Länder der Dritten Welt erfahren hatten. Sie waren diejenigen, die sich nicht an dieser schändlichen Verschwörung beteiligten, und das werden wir Iraner ihnen nie vergessen.
Die politische Demontierung Mohammad Reza Schah Pahlavi
Was war im Vorfeld von Guadeloupe in den USA geschehen? Der Wirtschaftsjournalist F. William Engdahl berichtet in seinem Buch A Century Of War„[…] Im November 1978 ernannte Präsident Carter seinen Kollegen in der Trilateralen Kommission, George Ball, der schon die Bilderberg-Gruppe ins Leben gerufen hatte, zum Leiter einer eigenartigen Sonderkommission. Es handelte sich um eine „Arbeitsgruppe Iran“ im Weißen Haus. Sie arbeitete eng mit Sicherheitsberater Brzeziński zusammen. Ball empfahl den Schah in Iran fallen zu lassen und eine fundamentalistische islamische Opposition, die sich um Ayatollah Khomeini geschart hatte, zu unterstützen […]“Der Sturz des Schahs war nur ein kurzer Moment mit weitreichenden Folgen für die Iraner, in einem breit angelegten Plan zur Neugestaltung des Nahen Ostens, dem Bernard-Lewis-Plan. Engdahl berichtet weiter:„[…] Lewis bekam damals gerade einen Lehrauftrag an der Princeton-Universität in den USA. Sein Plan lag der Bilderberg-Gruppe bei ihrem Treffen im Mai 1979 in Österreich vor. Danach wollte man den islamischen Fundamentalismus und seine radikalen Bruderschaften dazu benutzen, um den gesamten islamischen Nahen Osten, den arabischen Halbmond, zu balkanisieren und in stammesmäßig und religiös aufgesplitterte Kleineinheiten zersprengen. […]“Iran sollte ein Teil des künstlich geschaffenen Krisenbogens sein und Lewis glaubte, dass die so erzeugte Destabilisierung auch die islamischen Gebiete in der UdSSR erfassen wird. Die Beseitigung des Schahs leiteten amerikanische und britische Geheimdienste, dessen Kopf Zbigniew Brzeziński war, während die Briten die Propaganda Khomeinis über BBC auf Persisch im iranischen Staatsgebiet ausstrahlten. Das skrupellose Vorgehen der amerikanischen Berater in Iran war unglaublich. F. William Engdahl schreibt: „[…] Amerikanische Berater trieben die gefürchtete SAWAK, die Geheimpolizei des Schahs, bei wachsender Unruhe und steigenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu einem immer brutaleren, provokativeren Vorgehen an. Das sollte im Volk ein Höchstmaß an Hass gegen den Schah schüren. Und prompt beschwerte sich die Regierung Carter über die „Verletzung der Menschenrechte“ in Iran. Dabei wussten Brzeziński und die CIA sehr genau, was da gespielt wurde […]“ Ayatollah Khomeini wurde zum Propagandainstrument
und Regierungsvertretern des Schahs verweigerte man jedes Recht der Gegendarstellung, während die BBC weiter ihre Hetzkampagnen und Lügen bis in den letzten Winkel des Landes ausstrahlte. Die SPD und die Linken in Deutschland begrüßten damals Khomeinis Machtantritt, ungeachtet des Blutbades gegen politische Gegner und Andersdenkende. Kurz vor seinem Tod sagte der Schah in einem Interview: „Damals wusste ich es nicht oder wollte es vielleicht auch nicht wissen, aber jetzt ist es mir klar: Es waren die Amerikaner, die mich weg haben wollten. Es besteht gar kein Zweifel mehr, das war es, was die Advokaten der Menschenrechte im State Department wollten […] Was sollte ich von der plötzlichen Entscheidung halten, den früheren Staatssekretär im Außenministerium George Ball als Sonderbeauftragter für Iran-Angelegenheiten ins Weiße Haus zu holen? Ball gehörte zu jenen jungen Amerikanern, die mich und mein Land loswerden wollten.“
Noch im Januar 1979, bevor Šâh Mohammed Rezâ Pahlavi das Land verließ, reiste der stellvertretende Befehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, General Huyser nach Teheran. Er hatte jedoch nicht um eine Audienz beim Schah ersucht, was führte ihn dann nach Teheran? Als seine Anwesenheit bekannt wurde, meldete die New York Herold Tribune: „General Huyser befindet sich in Teheran, um einen militärischen Staatsstreich zu verhindern.“ Schließlich, begleitet vom Botschafter Sullivan, sprach General Huyser dann doch noch beim Schah vor – und beide waren ausschließlich an der Frage interessiert, an welchem Tag und zu welcher Stunde der Schah abreisen würde. Am 11. Januar 1979 wurde dann im Rahmen einer Pressekonferenz von Herrn Cyrus Vance, dem amerikanischen Außenminister, aus Washington und nicht aus Teheran, die Abreise des Schahs bekanntgegeben. In einem Interview vom September 1979 in Panama erinnerte sich Mohammad Rezâ Šâh zurück: „Im Laufe des Herbstes 1978 empfing ich den neuen Repräsentanten der CIA in Teheran. Die Belanglosigkeit seiner Konversation überraschte mich. Als wir aber über die Liberalisierung sprachen, huschte ein Lächeln über sein Gesicht. Das war es also, was ihn beschäftigte, darüber also sollte er mit mir sprechen. Was ihn beschäftigte, war nicht die Sicherheit, sondern es war die Liberalisierung.“Als die Aufständischen 1978/79 die englische Botschaft in Brand gesteckt hatten, erwiderte der britische Militärattaché einem General des Schahs: „Sie haben immer noch nicht verstanden, dass die Lösung nur eine politische sein kann!“ „[…] Heute kann ich sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt, wo ich Herrn Bachtiar [Baxtiyâr] empfing, bereits seit Wochen das Gefühl hatte, dass das Spiel in vollem Gang war, und dass die Karten gezinkt waren“, berichtet der Schah in dem Interview weiter. Ebenfalls berichtete der Senator Mohammed Ali Massoudi über eine vertrauliche Mitteilung im Jahre 1978, von Herrn Georges Lambrakis, dem 1st Secretary der US-Botschaft: „Bald wird es im Iran eine neue Regierung geben.“
Am 24. Januar 1979 verkündete dann Mehdi Bazargan [Mehdi Bâzargân]: „Die islamische Republik, die wir proklamieren, gleicht weder der libyschen noch der saudischen, sondern ganz und gar der islamischen Regierung, die während der ersten zehn Jahre des Kalifats von Ali bestand.“ Diese Republik wurde dann am 2. April 1979 ausgerufen.
Tatsächlich verkündete Anthony Parsons, damals britischer Vertreter der Vereinten Nationen in Teheran: „Lassen wir diese Leute vor die Volksversammlung treten und lassen wir sie ihre Revolution erklären.“Er bezog sich auf die Mitglieder des Revolutionsrates, die in den letzten Monaten unzählige unschuldige Menschen hingerichtet hatten. Der gleiche Parsons trat im Herbst 1978, als der Schah freie Wahlen proklamiert hatte, an ihn heran und sagte, „dass der Schah, wenn er die Wahl und seinen Thron verliere, in die Geschichte als ein Herrscher eingehen würde, der seinen demokratischen Idealen treu geblieben war.“ Dieses Verhalten ist ein klassisches Beispiel für die Doppelzüngigkeit des Westens: Als Verbündeter sollte der Schah sich dem westlichen Ideal von Demokratie verpflichten, ungeachtet seiner Unbrauchbarkeit in einem Land wie dem Iran. Aber die so genannte „Islamische Republik“, die alle Ideale des Westens zu einer Farce macht, wurde herzlich vor das Forum der Vereinten Nationen geladen.
„Die internationalen Ölgesellschaften waren lange meine Gegner gewesen. Ihren Ärger rief ich von neuem hervor, als ich mit Enrico Mattei in Italien über einen Vertrag verhandelte. Er hatte die italienische Ölgesellschaft Ente Nazionale Idrocarburi (ENI) zu einem größeren, unabhängigen Rivalen der internationalen Giganten entwickelt. Unser Vertrag bezog sich an und für sich nicht auf riesige Mengen, aber seine Bedingungen waren bedeutsam. Statt die Gewinne wie früher zur Hälfte aufzuteilen, war Mattei bereit lediglich 25% für sich zu nehmen, während Iran 75% bekam. Wenig später traf ich das gleiche Arrangement mit Standard Oil in Indiana USA. Das halbe-halbe Prinzip war durchbrochen. Das Große Öl Kartell verzieh mir das nie. 1959, zwei Jahre nach dem ENI-Vertrag wurden die ersten Studenten-Demonstrationen gegen mich überall in den USA und in Europa in Szene gesetzt. Ich hatte schon damals den Verdacht, dass die Ölindustrie die Demonstrationen organisierte und finanzierte, und dass die CIA bei ihrer Organisation die Hände mit im Spiel hatte. Ich weiß, das klingt widersprüchlich. Denn diese beiden mächtigen Organisationen hatten auch meine Regierung unterstützt. Jetzt glaube ich, dass der Westen eine Front gegen mich organisierte, derer er sich immer dann bedienen konnte, wenn meine Politik von der ihren abwich. Ich hätte dies auch schon 20 Jahre früher glauben sollen, als mir mein Premierminister, Sharif Emami [Šarif Emâmi], mitteilte, dass die USA hinter der studentischen Agitation in Iran und außerhalb steckten, und dass sie noch auf andere Weise für Schwierigkeiten sorgten“, schrieb der Schah in seinen Texten kurz vor seinem Tod.
Für genau 15 Jahre verstummte tatsächlich die Propagandamaschine gegen den Schah und indessen lebte sie in voller Stärke wieder auf, nach der Ölkrise 1973 und nach der Entscheidung des Schahs den Ölpreis anzuheben. Die Zerstörung einer ganzen Nation hatte man systematisch geplant und durchgeführt. Die großen Ölkartelle und die westliche Foltergemeinschaft hatten über das Schicksal einer ganzen Nation entschieden, die gesamte bürgerliche Führungskraft eliminiert und in einen endlosen Krieg eingebunden. Für ein viertel Jahrhundert verstummte die Propagandamaschinerie des Westens und lebte dann mit dem iranischen Atomprogramm als Vorwand für eine erneute Destabilisierung, erneut auf.
Weitere Destabilisierung Irans durch die USA und Israel
Und die Destabilisierung Irans durch die USA und der westlichen Foltergemeinschaft ging weiter: Am 13.01.2012 berichtete das US-Magazin Foreign Policy, dass die iranischen Vorwürfe, dass Terrorgruppen wie Jundallah [جندالله] in Iran ausländischen Support erhalten, um das Land zu destabilisieren, sich bewahrheitet haben. Der US-Journalist und Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh berichtete im Juli 2008 über die Bewilligung eines 400 Millionen US-Dollar schweren Postens durch den US-Kongress, der für die Unterstützung anti-iranischer Gruppierungen vorgesehen war. Hersh berichtete, dass die Jundallah einer dieser Terrorgruppen war, die US-amerikanische Unterstützung erhielten. Gemäß dem Bernard-Lewis-Plan wollte man weiter Chaos stiften, um die iranische Regierung dazu zu bewegen aggressiv zu reagieren, um der damaligen Bush Administration einen Kriegsgrund zu liefern. Auch ABC News berichtete von der Unterstützung der Terrorgruppe Jundallah durch die USA. US Beamte verneinten zwar eine US-Beteiligung an Terroranschlägen in Iran, gaben aber zu, dass der Führer der Terrorgruppe Jundallah in engem Kontakt mit US-Beamten stand. Laut CIA-Berichten, deren Inhalt von sechs aktiven beziehungsweise ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeitern verifiziert wurde, habe der israelische Mossad Jundallah-Aktivisten angeworben. Dabei agierte der israelische Auslandsgeheimdienst unter falscher Flagge: die Mossad-Agenten gaben sich bei ihren Rekrutierungsbemühungen als Mitarbeiter der CIA aus und verwendeten US-amerikanische Pässe. Das Bekanntwerden des falschen Spiels der Israelis sorgte laut dem Bericht für große Verstimmung im Weißen Haus. „Es ist leicht zu verstehen, warum Bush so wütend war“, so ein ehemaliger Geheimdienstbeamter. „Schließlich ist es schwer mit einer ausländischen Regierung in Kontakt zu treten, wenn diese davon überzeugt ist, dass wir ihre Leute töten“. Mit Amtsantritt von Barack Obama reagierte die USA auf das dreiste Verhalten der Israelis: Innerhalb der ersten beiden Wochen seiner Amtszeit hatte Obama die von den USA und Israel gemeinsam gegen den Iran gerichteten Geheimdienstoperationen drastisch reduziert, heißt es in dem Foreign-Policy-Bericht. Zudem wurde im November 2010 die Jundallah vom US-Außenministerium auf die Liste terroristischer Organisationen gesetzt. Ob die Zusammenarbeit des Mossad mit der Jundallah bis heute anhalte, sei den im Bericht zitierten Geheimdienstlern unbekannt – schließlich kann man ja auch einen engen Verbündeten nicht öffentlich des Staatsterrorismus bezichtigen.
1979 Schauplatz Afghanistan: der russisch-afghanische Krieg
In Bezug auf Afghanistan und der geheimen Unterstützung der Mujaheddin, sagte Zbigniew Brzeziński: „Diese verdeckte Operation war eine hervorragende Idee. Sie bewirkte, dass die Russen in die afghanische Falle tappten […]. Am Tag, an dem die Russen offiziell die Grenze überschritten, schrieb ich Präsident Carter: Jetzt haben wir die Möglichkeit, der UdSSR ihren Vietnamkrieg zu liefern. Und tatsächlich sah sich Moskau während der folgenden 10 Jahre gezwungen, einen Krieg zu führen, den sich die Regierung nicht leisten konnte, was wiederum die Demoralisierung und schließlich den Zusammenbruch des sowjetischen Herrschaftsgebiets zur Folge hatte“.
Nach der Übernahme der Macht durch die kommunistische Demokratische Volkspartei Afghanistans (DVPA) unter Nur Muhammad Taraki am 27. April 1978 durch die Saurrevolution suchte er eine Annäherung an die Sowietunion, um die gesellschaftliche Umgestaltung und Modernisierung (Bildungsprogramm, Bodenreform) voranzutreiben.
Insbesondere die forcierte Säkularisierung sowie die Entmachtung und teilweise Vertreibung bislang privilegierter islamistischer Gruppen, führten aber schnell zu einem breiten Widerstand, der von der CIA unterstützt und finanziert wurde. Es gründeten sich in dieser Zeit rund 30 Mudschahedin-Gruppen. Überdies kam es auch zu politischen Richtungsstreitigkeiten und Machtkämpfen innerhalb der DVPA. Taraki bat die Sowjetunion um Hilfe. Als die Beziehungen zum Westen nach dem NATO-Doppelbeschluss vom 12. Dezember 1979 einen neuen Tiefpunkt erreicht hatten, gabLeonid Iljitsch Breschnew den Einsatzbefehl zur Invasion. Mit der Ermordung Tarakis übernahm Hafizullah Amin im September 1979 die Macht und versuchte den Widerstand niederzuschlagen. Es eskalierte zum Bürgerkrieg. Führende Mitglieder der CIA, betrachteten einen Krieg jedoch bald als Möglichkeit zum Kampf gegen den Kommunismus im Allgemeinen. Die Rolle der CIA lag sowohl in der Bereitstellung von Waffen als auch in der Unterstützung Pakistans und der dort ansässigen Taliban durch Geheimdienstinformationen wie Satellitenaufnahmen und abgehörte Funksprüche der Sowjetischen Armee. Die finanziellen Beiträge zum Krieg kamen etwa zur Hälfte von den USA und zur Hälfte von Saudi Arabien. Sie beliefen sich auf mehrere hundert Millionen Dollar pro Jahr. Die Waffen stammten aus China, Ägypten, Israel, den USA, Großbritannien und weiteren Staaten. Sie wurden von der CIA nach Pakistan geliefert, von wo die ISI sie an die Stützpunkte der Mudschahedin-Führer verteilte. Dort lernte die CIA auch Osama Bin Laden kennen und lieben, und von Afghanistan aus destabilisierten sie die südlichen Teilrepubliken der UdSSR mit Hilfe islamistischer Gruppierungen.
Als die Sowjets Afghanistan 1988 verließen, hinterließen sie eine relativ funktionsfähige Regierung unter Najibullah. Afghanistan kann sehr wohl zur Ruhe kommen, wenn das Ausland es nur will: Als die UdSSR 1991 zerbrach, versiegte die Geldquelle, welche Nadjibullahs afghanisch-sowjetische Regierung am Leben erhielt, die aber dem Land tatsächlich relative Ruhe beschert hatte und von einer Orientierung weg vom Sozialismus sowjetischer Prägung, hin zu einer mehr afghanischen Regierungsweise geprägt war. Geld und politische Ämter wurden klug an verschiedene Stämme verteilt. Bis dahin hatten die USA, laut einem Artikel in „Foreign affairs“, immer noch jährlich 500 Millionen Dollar in die Taliban investiert, obwohl der Krieg schon seit drei Jahren vorüber war. Danach ging die Unterstützung an die Taliban mittels Saudi Arabien und Pakistan weiter, was im Wesentlichen das gleiche bedeutete: Unterstützung durch die USA. 1996 schließlich, kamen die Taliban an die Macht, Najibullah wurde von den Taliban „Made in USA“ einfach tot auf einem öffentlichen Platz aufgehängt und zur Schau gestellt, Amerika wollte Najibullah los haben. Die USA waren den Taliban in den 1990igern noch positiv gesonnen. In Europa zog man es vor, über die Gräueltaten der Taliban, vor allem Frauen gegenüber, großzügig hinwegzusehen, doch ihre Akzeptanz sank bereits vor dem 11.9.2001, nachdem Verhandlungen über ein Nord-Süd Pipeline Geschäft mit UNOCAL, zu deren Managern der heutige Staatspräsident Afghanistans,Hamid Karzai und Zalmai Khalilzad gehörten, scheiterten.
Paul Craig RobertsVortrag vom 25. und 26. Februar 2015in Moskau
Ich war diese Woche eingeladen, einen Vortrag bei einer wichtigen Konferenz an der Russischen Akademie der Wissenschaften zu halten. Wissenschafter aus Russland und aus Ländern rund um die Welt, russische Regierungsbeamte und das russische Volk suchen Antworten auf die Frage, warum Washington während des letzten Jahres die freundlichen Beziehungen zwischen Russland und Amerika zerstört hat, die aufzubauen Präsident Reagan und Präsident Gorbatschow gelungen war. Ganz Russland ist enttäuscht, dass Washington alleine das Vertrauen zwischen den beiden großen nuklearen Siegermächte zerstört hat, aufgebaut in der Reagan-Gorbatschow Ära. Ein Vertrauen, das die Drohung eines nuklear Armageddon beseitigt hatte. Russen aus allen Schichten sind bestürzt über die grassierende Propaganda und die Lügen,die ständig von Washington und den westlichen Medien verbreitet werden. Washingtons mutwillige Dämonisierung des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat das russische Volk hinter ihm versammelt. Putin hat die höchste Zugstimmungsrate, die je irgend ein Führer in meinem Leben erreicht hat.
Washington’s leichtsinnige und verantwortungslose Zerstörung des durch Reagan und Gorbatschow erreichten Vertrauens hat die Möglichkeit eines nuklearen Krieges wieder auferstehen lassen aus einem Grabe, in dem die beiden sie beigesetzt hatten. Wie zur Zeit des Kalten Krieges schleicht das Gespenst des nuklearen Armageddon über die Erde.
Warum hat Washington die Drohung einer globalen Vernichtung wiederbelebt? Warum wird diese Bedrohung der gesamten Menschheit von der Mehrheit des US Kongresses unterstützt, von der Gesamtheit der presstituierten Medien, Akademikern und Inhabern von Denkfabriken in den US, wie etwa Motyl und Weiss, über die ich kürzlich geschrieben habe?
Mein Ziel bei dieser Konferenz war es, diese Fragen zu beantworten. Sie können meine Vorträge vom 25. und 26. Februar bei den unten angegebenen Adressen lesen. Aber zuerst sollten Sie verstehen, was ein Nuklearkrieg bedeutet. Hier können Sie sich ein Bild davon machen (> LINK, hier der >Film “The Day After”, dauert ca. 2 Stunden).
Die Bedrohung der Internationalen Beziehungen durch die neokonservative Ideologie der amerikanischen Hegemonie
Vortrag zum 70. Jahrestag der Konferenz von Jalta, veranstaltet von Instituten der Russischen Akademie der Wissenschaften und dem Moskauer Staatsinstitut für Internationale Beziehungen, Moskau, 25. Februar 2015, Hon. Paul Craig Roberts
Kollegen, meine These, die ich Ihnen vorlege, geht davon aus, dass die gegenwärtigen Schwierigkeiten in der internationalen Ordnung nicht mit Jalta und seinen Konsequenzen zusammenhängen, sondern dass sie ihren Ursprung im Aufstieg der neokonservativen Ideologie in der nach-sowjetischen Ära und ihrem Einfluss auf die Außenpolitik Washingtons haben.
Der Kollaps der Sowjet Union beseitigte die einzige Beschränkung der Macht Washingtons, nach außen einseitig zu agieren. Damals schätzte man, dass der Aufstieg Chinas ein halbes Jahrhundert dauern würde. Die Vereinigten Staaten fanden sich plötzlich als Die-Einzige-Macht, als „einzige Supermacht der Welt“. Die Neokonservativen erklärten „Das Ende der Geschichte“. Als „Ende der Geschichte“ verstehen die Neokonservativen, dass der Wettstreit unter sozio-ökonomisch-politischen Systemen zu Ende ist. Die Geschichte hat den „Amerikanischen Demokratischen Kapitalismus“ erwählt. Die Verantwortung Washingtons – von der Geschichte an Washington übertragen – ist es, die Hegemonie über die Welt auszuüben und die Welt in Einklang zu bringen mit der von der Geschichte getroffenen Wahl des amerikanisch demokratischen Kapitalismus.
Mit anderen Worten: Marx wurde widerlegt. Die Zukunft gehört nicht dem Proletariat, sondern Washington.
Die neokonservative Ideologie erhebt die Vereinigten Staaten auf den einzigartigen Status, das „außergewöhnliche Land“ zu sein. Und die Amerikaner erwerben den Status des „unverzichtbaren Volkes“.
Wenn ein Land das „außergewöhnliche Land“ ist, dann heißt dies, dass alle anderen Länder gewöhnlich sind. Wenn ein Volk „unverzichtbar“ ist, dann heißt dies, dass alle anderen Völker verzichtbar sind. Wir habe diese Attitüde in Washingtons Aggressionskriegen im Mittleren Osten in den letzten 14 Jahren gesehen. Die Hinterlassenschaft dieser Kriege sind zerstörte Länder, Millionen von Menschen tot, verwundet und entwurzelt. Dennoch fährt Washington fort, von seiner Verpflichtung zu reden, kleinere Länder vor der Aggression größerer Länder zu schützen. Die Erklärung für diese Heuchelei liegt darin , dass Washington Washingtons Aggression nicht als Aggression betrachtet, sondern als das Ziel der Geschichte.
Wir haben diese Attitüde am Werk gesehen in Washingtons Missachtung von Russlands nationalen Interessen und in Washingtons propagandistischen Antworten auf russische Diplomatie.
Die neokonservative Ideologie verlangt, dass Washington seinen Die-Einzige-Macht-Status aufrecht erhält, denn dieser Status ist notwendig für die Hegemonie Washingtons und für das Ziel der Geschichte.
Die neokonservative Doktrin der US-Welt-Überlegenheit ist am klarsten und bündigsten von Paul Wolfowitz dargelegt, einem führenden Neokonservativen, der zahlreiche hohe Posten innehatte: Deputy Assistant Secretary of Defense, Director of Policy Planning US Department of State, Assistant Secretary of State, Ambassador to Indonesia, Undersecretary of Defense for Policy, Deputy Secretary of Defense, President of the World Bank. (Anm. d.Übers. nicht ohne weiteres ins Deutsche übertragbar, etwa: zweiter im Verteidigungsministerium, Direktor der politischen Planung im US Außenministerium, stellvertretender Außenminister, Botschafter in Indonesien, Unterstaatssekretär für Politik im Verteidigungsministerium, stellvertretender Verteidigungsminister, Präsident der Weltbank. Vgl. Lebenslauf in Wikipedia)
„Unser erstes Ziel besteht darin, die Wiederauferstehung eines neuen Rivalen zu verhindern, sei es auf dem Territorium der früheren Sowjetunion oder sonst wo, die eine Bedrohung von der Größe der früheren Sowjetunion darstellen könnte. Das ist die dominante Überlegung, die der neuen regionalen Verteidigungsstrategie zugrunde liegt und das verlangt, dass wir danach trachten, eine feindliche Macht daran zu hindern, eine Region zu dominieren, deren Ressourcen ausreichen, unter konsolidierter Kontrolle globale Macht zu erzeugen.“
Zur Klarstellung: eine „feindliche Macht“ ist ein Land mit einer unabhängiger Politik (Russland, China, Iran und früher Saddam Hussein, Gaddafi, Assad).
Diese gewagte Feststellung traf das traditionelle amerikanische außenpolitische Establishment als eine Deklaration von amerikanischem Imperialismus. Das Dokument wurde neu geschrieben, um die blanke Behauptung der Überlegenheit abzuschwächen und zu verbergen, ohne den Inhalt zu verändern. Diese Dokumente sind online erhältlich, Sie können sie problemlos im Internet studieren.
Diese Mäßigung in der Sprache erlaubte es den Neokonservativen, zu außenpolitischer Dominanz aufzusteigen. Die Neokonservativen sind verantwortlich für die Attacken des Clinton-Regimes gegen Jugoslawien und Serbien. Die Neokonservativen, insbesondere Paul Wolfowitz sind verantwortlich für die Invasion des Irak unter George W. Bush. Die Neokonservativen sind verantwortlich für den Sturz und die Ermordung von Gaddafi in Libyen, für den Angriff auf Syrien, für die Propaganda gegen Iran, für die Drohnen-Angriffe gegen Pakistan und Jemen, die Farben-Revolutionen in ehemaligen Sowjet-Republiken, für die versuchte „Grüne Revolution“ im Iran, den Coup in der Ukraine und die Dämonisierung von Vladimir Putin.
Viele besorgte Amerikaner haben den Verdacht, dass die Neokonservativen verantwortlich sind für 9/11, denn dieses Ereignis gab den Neokonservativen das „Neue Pearl Harbour“, das in ihren Positionspapieren als notwendig dargestellt wurde, um ihre Kriege um Hegemonie im Mittleren Osten zu starten. 9/11 führte direkt und unmittelbar zur Invasion von Afghanistan, wo Washington schon seit 2001 kämpfte. Neokonservative kontrollierten alle wichtigen Regierungsämter, notwendig für einen Angriff unter „falscher Flagge“
Die neokonservative stellvertretende Außenministerin Victoria Nuland, verheiratet mit einem anderen Neokonservativen, Robert Kagan, implementierte und überwachte Washingtons Coup in der Ukraine und wählte die neue Regierung aus.
Die Neokonservativen sind hoch organisiert und vernetzt, gut finanziert, unterstützt von den Print- und TV-Medien und im Rücken gestärkt vom US Militär/Sicherheits- Komplex, sowie von der Israel-Lobby. Es gibt kein Gegengewicht zu ihrem Einfluss auf die außenpolitische Macht der US.
Die neokonservative Doktrin geht über die Brzezinski-Doktrin hinaus, welche von der Detente (Entspannung-Politik, Anm.Übers) abwich und in provokanter Weise Dissidenten innerhalb des sowjetischen Imperiums unterstützte. Trotz ihres provokativen Charakters blieb sie eine Doktrin von Großmacht-Politik und Eindämmung. Sie ist keine Doktrin von US Welt-Hegemonie.
Während die Neokonservativen ein Jahrzehnt lang hauptsächlich mit ihren Kriegen im Mittleren Osten beschäftigt waren, mit der Schaffung eines US Afrika-Kommandos, mit der Organisierung von Farben-Revolutionen, aufregenden Abrüstungsverträgen, Russland mit Militärbasen einzukreisen und mit „pivoting to Asia“, um China mit neuen Luft- und See-Stützpunkten einzukreisen, führte Vladimir Putin Russland zurück zu ökonomischer und militärischer Kompetenz und unterstrich eine unabhängige russische Außenpolitik.
Als Russlands Diplomatie die von Washington geplante Invasion von Syrien und die von Washington geplante Bombardierung des Iran blockierte, realisierten die Neokonservativen, dass sie das „erste Ziel“ der Wolfowitz-Doktrin verpaßt hatten und „die Wiederauferstehung eines neuen Rivalen …. auf dem Territorium der früheren Sowjetunion“ zugelassen hatten, mit der Macht, einseitige Aktionen von Washington zu blockieren.
Der Angriff auf Russland begann. Washington gab über einen Zeitraum von 10 Jahren in der Ukraine 5 Milliarden Dollar zur Schaffung von Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) und zur Pflege ukrainischer Politiker aus. Die NGOs wurden auf die Strasse beordert. Die extremen Nationalisten und Nazi-Elemente wurden benutzt, um Gewalt ins Spiel zu bringen, und die demokratisch gewählte Regierung wurde gestürzt. Die aufgefangene Konversation zwischen Victoria Nuland und dem US Botschafter in Kiew, in der die beiden Washingtoner Arbeiter die Mitglieder der neuen ukrainischen Regierung auswählten, ist wohl bekannt.
Wenn die Information stimmt, die kürzlich aus Armenien und Kigisistan zu mir gekommen ist, dann hat Washington NGOs finanziert und pflegt Politiker in Armenien und den früheren zentralasiatischen Sowjet-Republiken. Wenn diese Information korrekt ist, dann kann Russland weitere „Farb-Revolutionen“ oder Umstürze in weiteren ehemaligen Territorien der Sowjetunion erwarten. China erlebt ähnliche Bedrohungen in Uigurien.
Der Konflikt in der Ukraine wird oft als „Bürgerkrieg“ bezeichnet. Das ist nicht korrekt. Ein Bürgerkrieg ist, wenn zwei Seiten um die Kontrolle der Regierung kämpfen. Die wegbrechenden Republiken In der Ost- und Süd-Ukraine kämpfen einen Sezessionskrieg.
Washington wäre glücklich gewesen, seinen Coup in der Ukraine zu nützen, um Russland aus seiner Schwarzmeer-Flotten-Basis zu vertreiben, da dies ein strategischer Militärerfolg gewesen wäre. Dennoch: Washington freut sich darüber, dass die „Ukraine-Krise“, von Washington orchestriert, als Ergebnis die Dämonisierung von Vladimir Putin brachte und so die ökonomischen Sanktionen ermöglichte, die Russlands ökonomische und politische Beziehungen mit Europa zerrüttete. Die Sanktionen haben Europa im Einflussbereich Washingtons gehalten.
Washington hat kein Interesse daran, die Ukraine-Krise zu lösen. Die Situation kann nur diplomatisch gelöst werden, wenn Europa hinreichende Souveränität bei seiner Außenpolitik erreicht, um im Interesse Europas anstelle im Interesse Washingtons zu handeln.
Die neokonservative Doktrin der US Welt-Hegemonie ist eine Bedrohung der Souveränität eines jeden Landes. Die Doktrin verlangt eine Unterwerfung unter Washingtons Führerschaft und Washingtons Absichten. Unabhängige Regierungen werden das Ziel von Destabilisierung. Das Obama-Regime stürzte die Reform-Regierung in Honduras und gegenwärtig arbeitet es an der Destabilisierung von Venezuela, Bolivien, Ecuador und sehr wahrscheinlich auch von Armenien und früheren zentral-asiatischen Sowjet-Republiken.
Jalta und seine Konsequenzen haben zu tun mit Großmacht-Rivalitäten. Doch in der neokonservativen Doktrin gibt es nur eine Großmacht – Die-Einzige-Macht. Es gibt keine anderen und andere sind nicht gestattet.
Daher ist die Zukunft eine des Konfliktes, es sei denn, eine moderne Außenpolitik entsteht in Washington und ersetzt die Neokonservativen.
Es wäre ein strategischer Fehler, die neokonservative Ideologie als unrealistisch abzutun. Die Doktrin ist unrealistisch, aber sie ist die führende Kraft der US Außenpolitik und sie ist imstande, einen Weltkrieg auszulösen.
In ihrem Konflikt mit Washingtons Hegemonie sind Russland und China im Nachteil. Die Erfolge der amerikanischen Propaganda während des Kalten Krieges, die großen Unterschiede im Lebensstandard in den US und jenen in kommunistischen Ländern, öffentliche kommunistisch-politische Unterdrückung, zeitweise brutal, und der sowjetische Zusammenbruch haben in den Köpfen vieler Menschen Vorstellungen über nicht existierende Vorzüge der Vereinigten Staaten erzeugt. Da Englisch die Weltsprache ist und die westlichen Medien zusammen arbeiten, ist Washington in der Lage, die Erklärungen ungeachtet der Fakten zu kontrollieren. Die Fähigkeit Washingtons, der Aggressor zu sein und die Opfer zu beschuldigen, ermutigt Washingtons Marsch hin zu mehr Aggression.
Damit beschließe ich meine Ausführungen. Morgen möchte darüber sprechen, ob es innere politische oder ökonomische Beschränkungen der neokonservativen Ideologie gibt.
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Vortrag zum 70. Jahrestag der Konferenz von Jalta
Moskau, 26. Februar, 2015
gehalten von Paul Craig Roberts
Kollegen,
bei der gestrigen Plenarsitzung habe ich über die Bedrohung gesprochen, welche die neokonservative Ideologie für internationale Beziehungen darstellt. In dieser Abschlusssitzung werde ich darüber sprechen, ob es irgendwelche internen Einschränkungen dieser Politik von Seiten der US Bevölkerung gibt und ob es ökonomische Einschränkungen gibt.
So wie 9/11 dazu diente, Washingtons Kriege für Hegemonie im Mittleren Osten zu starten, so diente 9/11 der Schaffung eines amerikanischen Polizeistaates. Die Verfassung und die von ihr geschützten bürgerlichen Freiheiten unterlagen der Machtanhäufung im exekutiven Bereich, die einen Kriegszustand erlaubte.
Neue Gesetze, einige klarerweise vorgefertigt, wie etwa der PATRIOT Act, Durchführungs-Bestimmungen, präsidentielle Direktiven und Memos (Aktenvermerke) des Justizministeriums schufen eine exekutive Autorität, ohne Rechenschaft gegenüber der Verfassung und dem heimischen und Internationalen Recht.
Amerikaner konnten plötzlich unbegrenzt eingesperrt werden, ohne dass der Fall einem Gericht vorgelegt wurde. Habeas Corpus, ein verfassungmäßiger Schutz, der eine solches Einsperren verhinderte, wurde zur Seite gelegt.
Mit einem Mal konnten Menschen zu Geständnissen hin gefoltert werden, in Verletzung des Rechtes gegen Selbst-Bezichtigung und in Verletzung heimischer und internationaler Gesetze gegen Folter.
Plötzlich konnten Amerikaner und Washingtons engste Verbündete unterschiedslos ausgespäht werden ohne die Notwendigkeit von gerichtlichen Genehmigungen.
Das Obama-Regime ergänzte die Überschreitungen des Bush-Regimes durch die Zuteilung des Rechtes an die Exekutive, US Bürger ohne rechtsstaatliches Verfahren zu ermorden.
Der Polizeistaat wurde organisiert unter einem schwergewichtigen Ministerium für Heimatlandsicherheit. Fast umgehen wurden der Schutz von Whistleblowers, die Freiheit der Presse und die Meinungsfreiheit, und Rechte, dagegen zu protestieren, attackiert und eingeschränkt.
Nicht lange zuvor hatte der Direktor des Heimat Schutzes (engl. Homeland Security) erklärt, dass sich der Fokus von Muslim-Terroristen verschoben habe zu „inländischen Terroristen“, eine nicht definierte Kategorie. Jeder kann in diese Kategorie geschoben werden. Wohnungen von (Anti-)Kriegs-Demonstranten wurden überfallen und Groß-Geschworen-Gerichte wurden eingesetzt, um Demonstranten zu untersuchen. Amerikaner arabischer Herkunft, die Spenden bei Wohltätigkeits-Veranstaltungen zur Unterstützung palästinensischer Kinder gaben – sogar bei vom Innenministerium gemeldeten Wohltätigkeits-Veranstaltungen – wurden festgenommen und verurteilt für „Zurverfügungstellen von Material zur Unterstützung von Terrorismus“.
All das und mehr, einschließlich Polizei-Brutalität, hatte einen abschreckenden Effekt auf Anti-Kriegs-Proteste und den Verlust bürgerlicher Freiheit. Die wachsenden Proteste der amerikanischen Bevölkerung und sogar von Soldaten, die Washington zur Beendigung des Vietnam-Krieges zwangen, wurden im 21. Jahrhundert verhindert durch eine Erosion der Rechte, durch Einschüchterung , durch Verlust von Bewegungsfreiheit (no-fly-list), durch Job-Verlust und andere harte Maßnahmen, die unvereinbar sind mit einer dem Gesetz und dem Volk verantwortlichen Regierung.
In einem bedeutendem Sinne gingen die Vereinigten STaaten von Amerika aus einem „Krieg gegen den Terror“ als eine polizeistaatliche Diktatur hervor, von den Medien nicht zurückgehalten, und kaum, wenn überhaupt, zurückgehalten vom Kongress und den Bundesgerichten. Die Gesetzlosigkeit der Exekutive breitete sich aus bis in die Regierungen von Washingtons Vasallen-Staaten, die Federal-Reserve, den Internationalen-Währungs-Fonds und die Europäische Zentral-Bank, die allesamt ihre jeweilige Charter verletzen und außerhalb der ihrer gesetzlichen Befugnisse operieren.
Die Auslagerung von Jobs zerstörte die amerikanischen Industrie- und Arbeiter-Gewerkschaften. Ihre Auflösung und die gegenwärtige Attacke auf die Gewerkschaft der öffentlichen Angestellten haben die Demokratische Partei in finanzieller Hinsicht von denselben privaten Ineressens-Gruppen abhängig werden lassen wie die Republikaner. Beide Parteien erstatten denselben Interessen-Gruppen Bericht. Die Wall Street, der Militär/Sicherheits-Komplex, die Israel-Lobby, das Agro-Business, die Förder-Industrien (Öl, Bergbau,Holz) kontrollieren die Regierung unabhängig davon, wer gerade an der Macht ist. Allen diese mächtigen Interessens-Gruppen ist an der amerikanischen Hegemonie gelegen.
Die Botschaft lautet, dass die Machtkonstellation einen inneren politischen Wandel verhindert.
Die Achilles-Ferse der Hegemonie ist die US Ökonomie. Das Märchen des amerikanischen ökonomischen Wiederaufschwungs unterstützt das Bild von Amerika als dem sicheren Hafen, ein Bild, das den Dollar-Kurs hoch hält, den Aktienmarkt und die Zinsen niedrig. Jedoch: es gibt keine wirtschaftlichen Informationen, die dieses Märchen unterstützen.
Das reale mittlere Haushaltseinkommen ist über Jahre nicht gestiegen und liegt unter dem Niveau der frühen 1970er. Es gibt seit 6 Jahren kein Wachstum der realen Einzelhandelsumsätze. De Arbeitskräfte-Markt schrumpft. Seit 2007 hat die Erwerbsquote so abgenommen wie die Beschäftigungsrate. Die kolportierte 5.7 Prozent Arbeitslosenrate wird durch Nichteinrechnung der „entmutigten“ Arbeiter in den Arbeitsmarkt erreicht. (Ein „entmutigter“ Arbeiter ist eine Person, die nicht im Stande ist, einen Job zu finden und aufgegeben hat, einen Arbeitsplatz zu suchen.)
Eine zweite offizielle Arbeitslosenrate, die kurzzeitige (weniger als ein Jahr) entmutigte Arbeiter mitzählt und von der selten berichtet wird, liegt bei 11.2 Prozent. Die US Regierung hat 1994 aufgehört, die entmutigten Langzeit-Arbeitslosen mit einzuschließen (entmutigt für mehr als ein Jahr). Würden diese mitgezählt, dann läge die gegenwärtige Arbeitslosenrate bei 23.2 Prozent.
Die Auslagerung (offshoring) amerikanischer Produktion und professioneller Dienstleistungen wie Software Engineering und Informations-Technologie in andere Länder hat die Mittelklasse dezimiert. Die Mittelklasse hat keine Jobs gefunden mit Einkommen, die vergleichbar wären mit den Einkommen aus den Jobs, die abgewandert sind. Die Kosteneinsparungen durch das Auslagern von Jobs nach Asien hat die Konzerngewinne in die Höhe getrieben, die Erfolgs-Boni der Manager und die Kapitalgewinne der Aktien-Inhaber. Daher sind alle Einkommens- und Reichtums-Zuwächse in den wenigen Händen an der Spitze der Einkommenspyramide konzentriert. Die Zahl der Milliardäre wächst, wie andererseits die Verarmung von den unteren ökonomischen Klassen die Mittelklasse erreicht. Amerikanische Hochschulabsolventen können keine Jobs finden, kehren zurück in ihre Kinderzimmer im Elternhaus und arbeiten als Kellnerin, Barkeeper in Teilzeit-Jobs, die keine selbständige Existent gewähren.
Mit einem großen Prozentsatz der Jugend, der nicht im Stande ist, einen Haushalt zu gründen, erleiden der Wohnungsbau, Möbel- und Haushaltsgeräte-Industrie ökonomische Nachteil. Autos können nur verkauft werden, weil der Käufer eine 100 Prozent Finanzierung in Form eines sechs-Jahres Kredites bekommen kann. Die Verleiher verkaufen diese Kredite, die abgesichert sind und an leichtgläubige Investoren verkauft werden, genauso wie die Hypotheken-gestützten Finanz-Instrumente, die den US Finanz-Crash von 2007 beschleunigt haben.
Keines der Probleme, die die Rezession von 2008 erzeugten und die durch die Rezession von 2008 erzeugt wurden, hat man behandelt. Stattdessen haben die Politiker eine Vermehrung von Schulden und Geld benützt, um die Probleme zu überkleistern. Geld und Schulden sind weit mehr angestiegen als das US Brutto-Sozial-Produkt, was Fragen aufwirft über den Wert des US Dollars und die Kreditwürdigkeit der US Regierung. Am 8. Juli 2014 wiesen meine Kollegen und ich darauf hin, dass bei richtiger Messung die US National-Verschuldung bei 185 Prozent des BNP liegt. (> LINK zu dem Artikel, leider nur in englischer Sprache, HIER ein Artikel in deutscher Sprache, in dem dieser Punkt behandelt wird)
Da stellt sich die Frage: Warum wurde die Kreditwürdigkeit von Russland, ein Land mit extrem niedrigem Verhältnis von Verschuldung zum BNP, herabgestuft und nicht jene der US? Die Antwort lautet, dass die Herabstufung der russischen Kreditwürdigkeit ein politischer Akt gegen Russland zu Gunsten der US Hegemonie war.
Wie lange können Märchen und politische Akte das US Kartenhaus am Stehen erhalten? Ein manipulierter Aktienmarkt. Eine manipulierte Zinsrate. Ein manipulierter Wechselkurs des Dollars, ein manipulierter und herabgedrückter Gold-Kurs. Das gegenwärtige westliche Finanz-System beruht auf der weltumspannenden Stützung des Dollars und nichts sonst.
Das Problem mit der neoliberalen Ökonomie, die alle Länder durchdringt, sogar Russland und China, liegt darin, dass die neoliberale Ökonomie ein Werkzeug des amerikanischen ökonomischen Imperialismus darstellt, genauso wie die Globalisierung. Solange Staaten, die von Washington für die Destabilisierung vorgesehen sind, die amerikanischen Doktrinen, die diese Destabilisierung ermöglichen, unterstützen und daran festhalten, sind sie wehrlos.
Wenn Russland, China und die BRICS-Bank bereit wären, Griechenland, Italien und Spanien zu finanzieren, dann könnten diese Staaten vielleicht von EU und NATO getrennt werden. Der Niedergang von Washingtons Imperium würde beginnen.
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